seit 2008 arbeite ich für eine tolle Münchner Firma im Bereich Marketing & Sales und habe mit der Musik fast nur noch im privaten Bereich zu tun, besuche viele Konzerte, gehe in die Oper und ins Schauspiel und erweitere meine Musiksammlung...
...natürlich findet man mich auch auf XING und myspace.
..mit der Auszeichnung "bester Musikanimateur aller Zeiten" im Jahre 2003....
Musikredakteur im Tourismus und der Medienlandschaft
(Eine aussterbende Spezies?)
Musikredaktion - braucht man denn heute noch so etwas?
In Zeiten von PC, MP3 usw. glauben viele, dass eine permanente Berieselung mit Musik den Gast oder Zuhörer schon zufrieden stellt. Wie sich herausstellt, ein großer Irrtum! Im Rundfunk ist die Verweildauer bei gerade einmal 20 Minuten angelangt, und wenn ein Titel kommt, der dem Zuhörer nicht gefällt, schon wird um- oder ausgeschaltet. Diese Möglichkeit hat der Hotelgast nicht, also wird er "innerlich" abschalten oder im Hinterkopf behalten, dass ihm die Musik nicht gefallen hat.
Was macht denn eigentlich ein Musikredakteur?
Er oder sie sollten in der Lage sein für die jeweilige Situation, Tageszeit, Anlass usw. die passende Musik auszusuchen. Das setzt ein umfassendes Wissen über alle Genres der Musik voraus und ebenfalls ein umfangreiches Archiv. Durch das Internet hat man heute ganz andere Möglichkeiten auf Archive zurück zu greifen, aber auch das muss offiziell sein und hat seinen Preis. So kostet z.B. bei i-Tunes ein Titel € 0,99 wenn er kopiergeschützt ist. Der Musikredakteur ist in großen Maßen für die gediegene Atmosphäre eines Hauses und für die hohe Wiedererkennung eines Senders verantwortlich.
Was unterscheidet den Rundfunk von einem Hotel?
Der Rundfunk leistet sich kaum noch Musikredakteure, denn die sogenannten Playlisten umfassen heute gerade noch 300 Titel und die werden ewig wiederholt. Dazwischen wenige Wortbeiträge, Nachrichten, Verkehrsnachrichten und nicht zu vergessen - Werbung! Tim Renner, früherer Chef von Universal-Music und heutiger Betreiber des Senders Motor TV, hat ein Buch geschrieben mit dem vielsagenden Titel: "Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm" Darin beschreibt er, wie die Musikindustrie an ihrer Fantasielosigkeit eingeht und er ist überzeugt davon, das dem Rundfunk ein ähnliches Schicksal blüht, wenn man nicht aufhört auf die "Logik der Quantität" zu vertrauen. "Die Kunst keinen zu stören". Wie lange werden sich Hörer und Hotelgäste noch von einem Musikteppich einlullen lassen, der möglichst wenig Neues, dafür aber permanent unaufdringliche Fahrstuhlmusik anbietet. Qualität - nicht Quantität muss die Devise lauten. Um dies zu verhindern hilft nur eines: Ein/e gute/r Musikredakteur/in Musik darf nicht zum Hintergrundgedudel verkommen, dann lieber Stille.
Format
Die Rundfunksender unterscheiden sich heutzutage kaum noch voneinander (bis auf ein paar rühmliche Ausnahmen). Das nennt man Formatradio und bei einer Reise durch Deutschland wird man dieses merken. Das Autoradio sucht sich immer automatisch den stärksten Sender aus, aber es fällt einem nicht auf, da fast überall die gleichen 300 Titel gespielt werden. Hotels allerdings unterscheiden sich grundsätzlich durch ihr Angebot, Ambiente, Küche, Wellness usw., und das sollte sich auch in der Musik ausdrücken und wiederspiegeln. Wenn Wellness das Zugpferd des Hotels sein soll, wird man kaum den ganzen Tag deutsche Schlager erwarten. Allein auf der Seite von Wikipedia werden über 150 Genres der Musik aufgezählt, ohne auf die Klassik einzugehen. Das setzt umfangreiches Wissen voraus und kostet auch ein bisschen Geld. Das sind viele nicht bereit auszugeben. Sparen an der falschen Stelle. Das erinnert mich immer an die Bemerkung des Spitzenkochs AlfonsSchubeck: "Ein Autofahrer hat kein Problem € 25,-- für sein Motoröl auszugeben, aber in der Küche muss ein Olivenöl für € 2,50 reichen:"
Fazit
Der Bedeutungsverlust des Mediums Radio, früher hat es einmal die Musiksozialisation ganzer Generationen geprägt, muss erkannt werden und der Tourismus sollte sich der Liebe zur Musik bewusst werden und die Ohren seiner Gäste mit Wohlklang füllen. Musikredaktion muss wieder einen Stellenwert bekommen, denn nur Qualität wird sich auf Dauer durchsetzen.
Für die technische Beratung und Umsetzung der verschiedenen Möglichkeiten der Beschallung (PC, Slim-Device, Hermstedt Hifidelio, Multimediserver usw.) steht ihnen Detlef R. Schulz - www.musikanimation.de - gern zur Verfügung.

Wir trainieren sie in:
Mikrofontraining/Musik auf und mit dem PC/Show-Schnitte und Show-Produktionen / Zeitmanagement für Sound & Light Mitarbeiter
Wir produzieren für sie:
Shows für alle Gelegenheiten/Radio Spots und Funkwerbung/Podcasts/Sprachaufnahmen/Demo Cds und DVDs für Schauspieler und Sprecher.
Backgroundmusiken zugeschnitten auf ihre Wunschthemen.
|